Frau Schmuddelfuss ist ein Hundeblog, der hauptsächlich um die Cavalier King Charles Spaniel Dame Ivy handelt.

Der Cavalier beim Rassehunde-Check mit Martin Rütter

Lieber Martin Rütter, wir müssen reden! In Ihrer letzten „Der Hundeprofi unterwegs“-Sendung vom 19.11. sprachen Sie über Rassehunde und Erbkrankheiten sowie über Qualzuchten. Sehr wichtige Themen zur heutigen Zeit, definitiv. Sie hatten dazu u.a. Cavalier Hündin Happy eingeladen, die die Rasse widerspiegeln sollte. Jedoch tat sie das rein gar nicht…

 

Aufklärung ist wichtig

Zuerst einmal möchte ich erwähnen, dass ich den Ansatz gar nicht schlecht fand. Das Thema „Rassehunde und Erbkrankeiten“ ist enorm wichtig. Wir dürfen nicht davor die Augen verschließen und einfach alles schön reden, sondern Aufklärung ist das A und O! Es ist wichtig, dass informiert wird – auf eine fundierte und argumentativ richtig begründete Art und Weise. Es ist wichtig, dass sich Züchter mehr für die Gesundheit als für die Optik einsetzen. Ebenso ist es wichtig, dass Hundekäufer aufgeklärt sind und bestimmte Aspekte beim Wahl des Züchters beachten.

Im weiteren Text beziehe ich mich nun auf den Cavalier King Charles Spaniel und möchte hier einmal explizit Stellung zu nehmen. Vorab: Ja, der Cavalier King Charles Spaniel hat mit gewissen Erbkrankheiten zu kämpfen, das kann ich nicht leugnen und das will ich auch gar nicht.

Doch es ist ein Unterschied, ob aufgeklärt wird oder ob man eine Hetzkampagne startet. Leider muss ich sagen, dass in diesem Fall wohl leider das Zweitere der Fall war – und das, wo der Anfang doch so vielverprechend war…

 

Gesucht: Zahlreiche Hundehalter mit Rassehunden

So wurde es auf Ihrer Facebook-Seite „Martin Rütter DOGS“ im Juni gepostet. Zum einen wurden bestimmte Rassen gesucht, bei denen das Aussehen in der Zucht zwar berücksichtigt werden würde, aber nicht an erster Stelle stehe wie beispielsweise beim Münsterländer, Border Collie und Beagle. Zum anderen wurden Hunde gesucht, bei denen das Aussehen bei der Zucht in den letzten Jahren vorrangig gewesen, bei denen es aber zu gesundheitlichen Problemen gekommen sei. Auch hier wurde aufgelistet, welche Hunde genau gesucht wurden, unter anderem auch Cavalier King Charles Spaniel mit Syringomyelie und Arnold-Chiari-Malformation.

 

Die Suche nach einem Cavalier mit typischen Erbkrankheiten

Es wurde also für Ihre Sendung ein CKCS gesucht, der eine „typische Erbkrankheit eines Cavalieres“ hat. Wobei ich hier der Richtigkeit halber anmerken möchte,  dass auch andere Hunderassen von diesen Erkrankungen betroffen und es keine „reinen Cavalier-Krankheiten“ sind, wie sie oft fälschlicherweise dargestellt werden.

Bei dieser Suche ist Ihre Produktionsfirma Mina-TV auch auf meinen Blog gestoßen und fragte an, ob ich mit meiner Hündin Ivy, die an Syringomyelie erkrankt ist, Interesse an der Sendung hätte. Hatte ich tatsächlich kurzfristig! Warum? Nun ja, wie schon gesagt: Aufklärung ist wichtig und dafür setze ich mich gerne ein. Warum ich es dann doch abgelehnt habe? Zum einen entschied ich zum Wohl meiner Hündin und lehnte ab, da ich ihr den Stress und die Aufregung nicht zumuten wollte. Zum anderen lehnte ich ab, weil, und darüber bin ich im nachhinein sehr froh, ich nicht hätte entscheiden können, wie was geschnitten wird. Ich hätte keinen Einfluss darauf gehabt, was gezeigt wird und wie eventuell Passagen aus dem Kontext gerissen werden. Ich ziehe es vor, selbst entscheiden zu können wie ich was veröffentliche und lehnte dankend ab.

In der „Cavalier Welt“ kennt man sich und die Suche sprach sich schnell herum. Es meldeten sich sogar Züchter bei Ihnen, die Interesse an dieser Sendung hatten, weil sie selbst einen kranken Hund haben, sich mit der Thematik auskennen und / oder aufklären wollen. Und jetzt frage ich Sie, Herr Rütter, wer kann wohl besser über eine Rasse und ihre Erkrankung sprechen, als ein seriöser, verantwortungsvoller Züchter, der sich tagtäglich damit auseinander setzt und, Entschuldigung für die Formulierung, sich für diese Rasse den Arsch aufreißt?

 

Die Wahl fiel auf Ruby-Hündin Happy, die den typischen Cavalier King Charles Spaniel mit seinen typischen Krankheiten präsentieren soll

Am Ende fiel die Wahl auf Happy. Happy ist eine 10-jährige Cavalier Hündin in der Farbe Ruby, die von ihrer Besitzerin als tierischer Totalschaden bezeichnet wird. Vorgestellt wurde die Hündin von ihrer Besitzerin mit folgender Auflistung an Erkrankungen:

„Die hat Arthrose, die hat HD seitdem sie 1 1/2 ist, die hat diese Mitralherzklappeninsufizienz (Anmerkung: also einen Herzfehler). Eine katastrophale Blase, die hat seit über einem Jahr permanent chronische Blasenentzündungen mit Blut im Urin. Atemprobleme, die schnarcht lauter als mein Mann, […]. Die Ohren sind ständig entzündet, Augen tränen, dann diese Patellaluxation, dann hatte sie einen Kreuzbandriss, […]. Ach und taub ist sie.“

Happy mag bestimmt eine tolle Hündin sein, die von ihrer Besitzerin sehr geliebt wird, und selbstverständlich ist es schrecklich, dass sie so viele gesundheitliche Baustellen hat. Doch wenn wir mal ehrlich sind, so müssen Sie sich doch auch eingestehen, dass diese Hündin nicht den typischen Cavalier widerspiegelt.

 

Der „typische“ Cavalier und sein Erscheinungsbild

Fangen wir einmal bei dem an, das jeder Zuschauer auf den ersten Blick sehen sollte: Das äußere Erscheinungsbild. Der Cavalier wird als ein äußerst eleganter Hund beschrieben, der aktiv und anmutig ist. Sein Fell ist lang, seidig, leicht gewellt ohne Locken und die Befederung ist üppig. Das Gewicht sollte zwischen 5,5 und 8 kg liegen. So steht es in der Rassebeschreibung.

Werfen wir nun einen Blick auf Happy. Ihr Fell ist kurz geschnitten und sie wirkt um einiges größer als ein „typischer“ Cavalier. Und um das, was Sie freundlich mit „ein bisschen Übergewicht“ formuliert haben, auf den Punkt zu bringen: Dieser Hund hat massiv mit Fettleibigkeit zu kämpfen! Dies lässt sich auch nicht damit begründen, dass Happy „eine kastrierte Hündin“ ist, wie es ihre Besitzerin gleich gemacht hat, als Sie es angesprochen haben.

Was ich hiermit sagen will: Schon rein optisch entspricht Happy nicht dem typischen Cavalier und dennoch soll sie als Paradebeispiel dienen. Entschuldigung, aber finden Sie den Fehler…

 

Werfen wir einen groben Blick in Happys Krankenakte

Hüftgelenksdysplasie und Arthrose

Sie suchten einen Cavalier mit Syringomyelie und Arnold-Chiari-Malformation und wählten einen Hund, der diese Krankheiten gar nicht hat. Stattdessen hat Happy eine Vielzahl anderer Krankheiten, also ein richtiger „tierischer Totalschaden„.

Doch bitte erklären Sie mir einmal, seit wann Hüftgelenksdysplasie und Arthrose eine typische Cavalier-Krankheit ist? Dies interessiert mich wirklich sehr, denn meine Hündin hat ebenfalls HD. Jedoch ist mein Wissensstand, dass dies einfach „Pech“ war und es nicht typisch für die Rasse ist. Die ein oder andere Studie, die dies aussagekräftig belegt, wäre hier wirklich interessant. Ich habe zwar auch schon ausgiebig recherchiert und dabei immer wieder gelesen, dass bei vielen großen Hunderassen diese Gelenkserkrankungen erbbedingt auftritt, aber der Cavalier wurde hier nie explizit aufgeführt – und unter der allgemeinen Bezeichnung „große Hunderasse“ fällt der kleine Spaniel ja dann doch nicht. Gerne lasse ich mich aber eines Besseren belehren. Man lernt ja nie aus.

Herr Dr. Unna sagte zu Happys HD, dass dies ganz sicher eine genetische Komponente hat und das möchte ich auch gar nicht bestreiten, sondern lediglich anmerken, dass dies nicht typisch für den Spaniel ist. Auch möchte ich noch ergänzen, dass eine Hüftgelenksdysplasie multifaktoriell bedingt ist und auch eine fehlerhafte Ernährung und eine Überlastung des Bewegungsapparates begünstigen können, dass die Erkrankung entsteht.

Betrachtet man Happys massive Fettleibigkeit, so liegt die Vermutung nahe, dass die Ernährung mehr als fehlerhaft ist. Die Hündin trägt viel zu viel Masse mit sich herum und selbst als Laie sollte man wissen, dass dies nicht gut für den Bewegungsapparat ist.

 

Patellaluxation

Bei Happy wurde auch eine Patellaluxation festgestellt. Hierbei verlagert sich die Kniescheibe aus ihrer Gleitrinne im Oberschenkelknochen. Dies ist eine Erbkrankheit, die viele Kleinhunderassen betrifft. Um gegen dieses Problem vorzugehen, ist die Untersuchung bei dem Cavalier (und bei  vielen anderen Rassen) vom Zuchtverband vorgeschrieben. Es ist also richtig, dass es sich hierbei um eine Erbkrankheit handelt, jedoch ist es keine „typische“ Cavalier-Krankheit, die Sendung hat aber diesen Eindruck vermittelt.

 

Kreuzbandriss

Wäre dies nicht so traurig, so wäre das der Punkt gewesen, wo ich fast geschmunzelt hätte. Herr Rütter, bitte erklären Sie mir, seit wann dies zum einen typisch für Cavaliere ist und zum anderen, was ich noch viel interessanter fände: seit wann ist dies eine Erbkrankheit? Bitte korrigieren Sie mich, aber meist erfolgt ein Kreuzbandriss doch durch einen Sturz, einen Sprung aus größerer Höhe oder einen Unfall.

Bei meiner Recherche bin ich allerdings auch darüber gestolpert, dass sich die Gefahr für einen Kreuzbandriss erhöht, wenn es aufgrund von anatomischen Fehlbildungen zu einer Schonhaltung kommt. Hier möchte ich einfach die Frage in den Raum stellen: Ist es möglich, dass ein Hund eine Haltung einnimmt bei seinen Bewegungen, die in der normalen Anatomie so nicht vorgesehen ist, aufgrund eines massiven Gewichtsproblems?

 

Blasenentzündung

Happys Blase wurde von ihrem Frauchen als „katastropal“ beschrieben. Doch stellt sich mir auch hier die Frage: Ist eine chronische Blasenentzündung eine Erbkrankheit? Und wenn ja, ist es eine für den Cavalier typische Erbkrankheit? Meines Wissens entsteht eine Blasenentzündung nämlich meist durch eine bakterielle Infektion. Das nasskalte Wetter sowie das längere Sitzen auf kaltem Boden und das Planschen im kalten Wasser kann die Entstehung noch fördern.

Bei meiner Recherche las ich öfters, dass am häufigsten ältere, kastrierte Hündinnen betroffen seien. Dies lege an ihrem niedrigeren Östrogenspiegel, der hin und wieder dafür wohl verantwortlich ist, dass der Harnblasenschließmuskel schwächelt, wodurch die Keime besser aufsteigen können. Hinzu kommt, dass das Immunsystem im Alter oft nachlässt. Alles Aspekte, die eine Blasenentzündung fördern.

Und mit ihren 10 Jahren gehört die kastrierte Hündin ja schon in die Kategorie „ältere Hündin“, oder etwa nicht?

 

Herzfehler

Happy leidet an einem massiven Herzfehler. Das tut mir leid. Und das ist tatsächlich ein Problem, mit dem die Cavalier King Charles Spaniel zu kämpfen haben. Jedoch können Sie diese Erkrankung von Happy auch nicht einfach auf die Rasse schieben. Damit machen Sie es sich definitiv zu leicht! Hier hätte man klären müssen, ob es eine angeborene Erkrankung ist oder ob sich der Herzfehler erst in den Jahren entwickelt hat. Schließlich sollte man nicht außer Acht lassen, dass die Hündin bereits 10 Jahre alt ist.

Außerdem, auch wenn ich mich wiederhole, möchte ich noch einmal das Gewicht der Hündin erwähnen. Hier hätte ich erwartet, dass Herr Dr. Unna auf die Fettleibigkeit der Hündin verweist. Es ist nun mal so, dass Herzpatienten schlank sein sollten, denn je weniger Gewicht ein krankes Herz versorgen muss, desto länger kann es überleben.

Auch frage ich mich wie es sein kann, dass bei Happy die Zähne, die in einem absolut schlechten Zustand waren, nicht erwähnt wurden. Meines Wissens nach ist Zahnstein Gift für ein krankes Herz, da Bakterien so über die Blutbahn im Körper verteilt werden und zu Entzündungen führen können – auch an den Herzklappen. Dementsprechend wichtig ist eine gute Zahnhygiene.

 

Happy, der tierische Totalschaden als Paradebeispiel für kranke Rassehunde

Natürlich ist es schlimm, dass Happy so viele gesundheitliche Baustellen hat und ein richtiger „Montagshund“ ist, gar keine Frage! Aber Herr Rütter, spiegelt Happy wirklich den typischen Cavalier wieder? Handelt es sich bei den Krankheiten nicht zum Teil um selbst verschuldete Erkrankungen aufgrund von falscher Ernährung, Übergewicht, mangelnder Bewegung und unzureichender Pflege?

Eine Frage stellte sich mir auch während der ganzen Sendung immer und immer wieder: Warum wurde Happy ausgewählt? Sie hat keine der Erkrankungen, die gesucht wurden. Ich möchte nichts unterstellen, aber böse Zungen würden wohl behaupten, dass einfach der Cavalier genommen wurde, der am meisten Krankheiten hat. Schließlich kann man anschließend sagen: „Kauft keine Cavaliere! Die sind alle krank. Schaut euch Happy an!“

Doch ist dies wirklich der richtige Ansatz?

 

Der „böse VDH“, doch was ist die Alternative?!

Ich behaupte nicht, dass im VDH alles richtig läuft. Ganz im Gegenteil. Doch ist es richtig den VDH in so einem schlechten Licht darzustellen? Schließlich sollte bedacht werden, dass der VDH unter anderem bestimmte Zuchtauflagen hat, wie beispielsweise Pflichtuntersuchungen, die erfüllt werden müssen. Nur wenn alle Untersuchungen in Ordnung sind, dürfen die Hunde in die Zucht gehen.

Bei dem Zuschauer kommt aber nur an, dass man VDH-Züchtern generell nicht vertrauen kann. Doch was ist die Schlussfolgerung? Der VDH wird gemieden und stattdessen kauft man seinen Hund beim Vermehrer, dessen Tiere vielleicht mal abgehört und geimpft wurden, deren Herz, Kniescheibe und Co. aber nie wirklich untersucht wurde. Ist das wirklich besser? Oder aber man landet unwissend bei dubiosen „Tierschutzvereinen“, die einen Hund nach dem anderen importieren.

Auf Ihrer Facebook-Seite schreiben nun Menschen von Ihren „Ups-Würfen“ und „Privatversuchen“. Herr Rütter, ich frage Sie: Ist das die bessere Alternative? Ist es wirklich besser beispielsweise einen Mops und einen Kleinspitz im Selbstversuch zu verpaaren und dann die „geniale Mischung“ anzupreisen? Ist es wirklich besser zwei Hunde, die nie auf ihre Zuchttauglichkeit untersucht wurden, zu verpaaren und Mischlinge zu erhalten, die eventuell eine „gesundheitliche“ Zeitbombe sind? Denn was ist, wenn beide Elterntiere nicht gesund sind und sie zwei unterschiedliche Krankheiten an ihren Nachwuchs weitervererben? Na dann Prost Mahlzeit…

 

Der Kampf gegen die Erbkrankheiten

Es wäre naiv zu sagen, dass alles super ist so wie es ist. Es ist wichtig, dass aufgeklärt und informiert wird. Die Augen vor dem aktuellen Zustand vieler Rassen zu verschließen wäre fatal. Und ja, natürlich gibt es auch schwarze Schafe im VDH, denen die Optik wichtiger als die Gesundheit ist.

Aber Herr Rütter, wissen Sie, was neben der Aufklärung noch wichtig ist? Das Züchter, die verdammt viel Wert auf die Gesundheit legen, wochen- und monatelang die Ahnentafeln studieren um den perfekten Deckrüden für ihre Hündin auszuwählen, immens viel Geld für Zusatzuntersuchungen ausgeben, die nicht gefordert sind, und die sich mit Herzblut und voller Leidenschaft für die Gesundheit der Rasse stark machen, unterstützt werden!

Und das haben Sie mit Ihrer Sendung gerade mit den Füßen getreten…

Es ist ein Kampf, den man nicht alleine führen kann, sondern alle müssen am selben Strang ziehen. Auf die VDH-Züchter mit dem Finger zu zeigen und „bööööse“ zu rufen, was hilft das? Wie gesagt: Was ist die Alternative?

Übrigens: Vielleicht sollten Sie auch mit VOX einmal sprechen. Wenn man erst letzte Woche bei hundkatzemaus jemanden zeigt, der einfach mal so Cavaliere „züchtet“, weil sie ja soooo niedlich sind, und das, obwohl man von Zucht, Genetik und Erbkrankheiten keinen blassen Schimmer hat, und damit Vermehrern eine Plattform bietet, so kann dies eigentlich nicht in Ihrem Sinne sein, schließlich wollen Sie doch auch aufklären?

Oder geht es wieder einmal einzig und allein um die Einschaltquoten?


24 Comments

  • Dorina Maier

    22/11/2016

    Vielen Dank für den aufklärenden Brief, ich kann dem allem nur zustimmen.
    Auch wir haben einen Cavalier und sind absolut glücklich mit ihm, er ist jetzt 6 Jahre alt und G.s.D. relativ gesund. Wenn ich relativ schreibe, so kommt das daher, dass er wie jeder Hund immer mal wieder Probleme hat. Wir haben auch einen „Beaglier“ CKC mit Beagle gemixt, leider von einem Vermehrer, er ist 8 Jahre alt und sollte eigentlich als Mix gesünder sein, ist er aber nicht, im Moment haben wir so viele gesundheitliche Probleme mit ihm, die kein Arzt einordnen kann, das nur zur Ergänzung.
    Ich habe Ihren Brief mit Interesse gelesen, und hoffe, dass eine Antwort darauf kommt. Diese würde mich sehr interessieren, vielleicht könnte man die dann auch veröffentlichen.
    Noch mal vielen Dank und liebe Grüße
    Dorina Maier

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  • Wyss

    22/11/2016

    Danke für diesen tollen bericht.so schlimm steht es überhaupt nicht um diese rasse wie sie in der sendung gezeigt wurde.ich habe selbst 3 cavalier king charles spaniel und es ist eine tolle rasse

    Reply
  • Anonymous

    22/11/2016

    Hallo, Sie machen es sich zu einfach, alle geschilderten Krankheiten auf das Übergewicht zu schieben. Der Cavalier ist und bleibt eine kranke Hunderasse, egal, ob VDH oder Dissidenz. Züchter im VDH, egal, wie sorgfältig die Zuchttiere ausgesucht werden, können daran leider nicht mehr viel ändern; höchstens durch planmäßige Einkreuzung von gesunden rassefremden Hunden, aber bis dahin wird leider noch viel Zeit vergehen. Die Leidtragenden sind die Welpenkäufer, die neben hohen Tierarztkosten viele traurige Momente erleben. Dass noch andere Hunderassen betroffen sind, steht nicht in Frage, aber durch Bagatellisierung wird sich nichts ändern. Das der Cavalier keine „tolle“ Rasse ist, ist hier nicht das Thema . Gruss, Karin

    Reply
    • Frau Schmuddelfuss

      22/11/2016

      Hallo Karin,

      vielen Dank für Ihre Nachricht. Gerne nehme ich einmal Stellung zu Ihrem Kommentar, da es hier wohl ein Missverständnis gibt.

      Ich möchte mit meinem Text gar nichts schön reden und habe ja auch offen und ehrlich geschrieben, dass der Cavalier King Charles Spaniel mit gewissen Erbkrankheiten zu kämpfen hat.

      Auch finde ich es gut, dass Herr Rütter sich diesem Thema angenommen hat und aufklären wollte – top! Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, darüber zu informieren.

      Allerdings kritisiere ich, dass ein Hund, der schon rein optisch nicht dem „typischen Cavalier“ entspricht, als Paradebeispiel für diese Rasse genommen wird, und der statt den „typischen Erbkrankheiten“, die gemäß der Facebook-Seite auch gesucht wurden, etliche andere Krankheiten hat, die zum einen nicht rassetypisch sind, zum anderen nicht unbedingt Erbkrankheiten sind und zu guter letzt auch zum Teil selbstverschuldet sein können, u.a. durch das Gewicht. Dies hat in meinen Augen nichts mit seriöser fundierter Berichterstattung zu tun.

      Ihre Aussage, dass der Cavalier eine kranke Hunderasse sei, sehe ich kritisch. Hier kann man schnell schlussfolgern, dass jeder Cavalier krank ist – und das ist definitiv nicht richtig. „Negativbeispiele“ werden schnell stärker gewichtet als „Positivbeispiele“ und prompt hat eine Rasse einen Stempel aufgedrückt bekommen.

      Ich möchte auch gar nichts bagatellisieren, sondern mir ist eine vernünftige Aufklärung enorm wichtig. Auch ich gehöre zu den Hundekäufern, „die neben hohen Tierarztkosten viele traurige Momente erleben“. Aus diesem Grund weiß ich, wie belastend das für die Besitzer sein kann.

      Aber eine Hunderasse anhand Krankheiten, die überhaupt nicht rassetypisch sind, so schlecht darzustellen – das ist nicht richtig!

  • Monika Lauritsen

    22/11/2016

    Herzlichen Dank für Ihren Brief an Herrn Rütter, besser könnte man keine Erwiderung auf diese Sendung schreiben. Auch ich werde meine Meinung ihm zukommen lassen und würde mich freuen, wenn es viele tun, die die Rasse kennen und lieben. Ich liebe und züchte Cavaliere seit 1979.
    Monika Lauritsen

    Reply
  • Daniella Gasda

    22/11/2016

    Danke. Hiermit wurde alles gesagt.
    Sehr informativ und überaus objektiv!

    Reply
  • Susanne Gagel

    22/11/2016

    Ganz lieben Dank für diesen ausführlichen Brief, der auch mir aus dem Herzen spricht! Manche von Happys Erkrankungen sind eben nicht cavaliertypisch oder vererbbar und ich fürchte auch, dass es hier in erster Linie darum ging, möglichst viele Baustellen an einem Hund aufzuzeigen.
    Ich bin gespannt auf die Antwort auf diesen Brief.

    Ich selbst besitze einen Cavalierrüden (wird im Januar 7, unkastriert,8,5 kg) der den Tierarzt bisher nur brauchte um Impfungen aufzufrischen, 1 x wurde Zahnstein entfernt und gelegentlich die Analdrüsen entleert. Er hat seit 1,5 Jahren ein leichtes Herzgeräusch, das bisher aber unbehandelt bleiben kann.
    Und gerade weil der Cavalier eine unglaublich lieb-verschmuste, leicht zu erziehende und absolut mit allem verträgliche Rasse ist, ist seine verantwortungsvolle Weiterzucht so wichtig!

    Reply
  • Pia & Dotti (die auch ein Cavalier ist)

    22/11/2016

    Super Brief … herzlichen Dank dafür!

    Reply
  • Robinson

    22/11/2016

    Danke für diesen tollen Brief der mir aus dem Herzen spricht. Nur beim Thema Herzerkrankungen bin ich etwas anderer Meinung. Beim Cavalier ist m.M. nicht die Frage ob er erkrankt, sondern wann. Ich hatte 3 Cavaliere und alle hatten eine Mitralklappeninsuffizienz. Bezüglich dieser, und auch anderer, Erkrankungen finde ich die englischsprachige Seite http://www.cavalierhealth.org sehr hilfreich.

    Reply
    • Bärbel Heber

      22/11/2016

      Hallo Robinson, ich weiss nicht wie alt du bist, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit wirst auch du irgendwann Probleme mit dem Blutdruck und dem Herzen bekommen. Ist das dann eine Erbkrenkheit? Oder einfach nur normale Alterserkrankungen? Ich habe 5 Cavaliere im Alter von 1,5 Jahren bis knapp 7 Jahren, bisher alle gesund und munter. Meine beiden ersten Cavaliere starben mit 12,5 Jahren an Krebs und mit 14,5 Jahren an allg. Organversagen (sorry, nicht cavaliertypisch).Ich achte von Anfang an auf gute Ernährung und sehr viel Auslauf jeden Tag. Die Zähne werden regelmäßig kontolliert und bei Bedarf gereinigt. Der einzige außerplanmäßige Tierarztbesuch in den letzten 5 Jahren war eine Granne die ins Ohr unseres Jüngsten gekommen ist.

    • Robinson

      23/11/2016

      Hallo Frau Heber,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Ich freue mich, dass Ihre Hunde herzgesund waren und sind. Meine Hunde sind im Alter von 3-5 Jahren an Mitralklappeninsuffizienz erkrankt. Wer sich die Mühe macht und sich auf verschiedenste Weise informiert wird schnell feststellen, dass diese Erkrankung beim Cavalier bei weitem nicht eine Alterserscheinung ist. Ich zitiere von der o.g. Webseite (gerne hier nachzulesen: http://www.cavalierhealth.org/mitral_valve_disease.htm):

      Heart mitral valve disease (MVD) is the leading cause of death of cavalier King Charles spaniels throughout the world. MVD is a polygenetic disease which statistics have shown may afflict over half of all cavaliers by age 5 years and nearly all cavaliers by age 10 years, should they survive that long.

      In Schweden wurde eine umfassende Studie durchgeführt zu diesem Thema, in Großbritannien wird darum gekämpft, dass der Kennel Club es verpflichtend macht in der Zucht auf Herzerkrankungen zu testen, in den Niederlanden wurde diskutiert die Zucht dieser Rasse einzustellen.

      Ich freue mich über jeden gesunden Cavalier und drücke Ihnen die Daumen, dass Ihre Hunde weiterhin gesund bleiben und Ihnen noch lange Freude bereiten.

  • Anonymous

    22/11/2016

    Danke für diesen Beitrag, ich kann nicht nachvollziehen was Herr Rütter durch diese absurde Berichterstattung bezwecken wollte. So treibt man Welpenkäufer in die Arme von Vermehrern und unkontrollierten Züchtern denen das Leben ihrer Zuchttiere völlig gleichgültig ist. Ein Hoch auf Ausbeutung und eine Ohrfeige für alle Züchter mit Herzblut.

    Reply
  • Bärbel Heber

    22/11/2016

    Hallo Frau Schmuddelfuß,
    vielen Dank für diesen Brief, er beschreibt genau was ich gedacht habe. Für mich ist und bleibt der Cavalier DIE RASSE für uns. Ich habe seit 1997 Cavaliere und würde auch immer nur einen Cavalier nehmen, und das natürlich nur von einem guten VHD Züchter, denn ich habe mein Vertrauen in diese Züchter nicht verloren.
    Ich weiss, wieviel Zeit und Herzblut ein Züchter vor einem Wurf investiert und handelt immer nur nach bestem Wissen. Jeder ordentliche Züchter möchte gesunde Welpen in die Welt schicken.

    Reply
  • Jutta Bauernschmitt

    22/11/2016

    Chapeau! Auf den Punkt gebracht !!
    Genau meine Gedanken und treffend formuliert !

    Reply
  • Roveena

    22/11/2016

    Ich habe die Sendung zwar nicht gesehen. Aber du hast gut beschrieben, was gezeigt wurde. Da hätte mir in der Sendung auch eindeutig die Objektivität gefehlt. Schade, wenn man sich nicht die richtige Arbeit macht um etwas so zu zeigen, wie es tatsächlich ist.
    Da hätte ich Hr. Rütter und seinem Team doch mehr zugetraut.
    liebe Grüße
    Sandra und Aaron

    Reply
  • Doris Burger

    22/11/2016

    Danke für diesen Brief ,der auch meinen Eindruck der Sendung wiedergibt .Happy entspricht schon optisch nicht dem Cavalier .Dann der sehr schlechte Zustand der Zähne und das Übergewicht . Das dürfte schon der Grund für etliche Erkrankung sein . Ich bin auf die Antwort sehr gespannt.

    Reply
  • Heidi Schmitt

    22/11/2016

    Hm. Also ich habe die Sendung auch gesehen und einen sehr anderen Eindruck. Es wurde nicht gesagt, dass es sich um einen typischen Cavalier handelt, sondern um einen „Montagshund“. Auf das Übergewicht wurde deutlich und kritisch hingewiesen. Es wurde aufgezählt, was eine genetische Komponente hat. Und das bedeutet nun mal: Mit den Elterntieren von einem Hund, der so viele genetisch bedingte Erkrankungen hat, sollte nicht gezüchtet werden. Das wird es aber. Von einem angeblich seriösen Züchter. Darum geht es. Ebenso wie im Fall des Mopses, der von einem angeblich seriösen VDH-Züchter stammt und dennoch extrem kurznasig ist und entsprechende Beschwerden hat. Eine Hetzkampagne habe ich nicht gesehen, weder gegen Cavaliere noch gegen Möpse. Im Gegenteil, ich fand die Sendung angesichts der finsteren Situation vieler Rassen sehr milde. Dass Cavalier Hunde inzwischen auch unter Fachleuten sehr umstritten sind aufgrund ihrer Historie und der Häufigkeit der Erkrankungen, lässt sich nicht wegdiskutieren. Da ist es auch unerheblich, ob dieser Extremfall auch noch Arthrose hatte oder andere, nicht genetisch bedingte Schäden. Rütter wirbt nicht für unsachgemäßes Querzüchten, sondern dafür, erst einmal in Tierheimen nach Hunden zu suchen. Und daran kann ich nun wirklich nichts schlechtes finden.

    Reply
    • Horst G.

      23/11/2016

      Hallo Frau Schmitt,

      ich zitiere Sie mal:

      „Eine Hetzkampagne habe ich nicht gesehen,“

      Darf cih Sie bitten mal bei Facebook in den Kommentaren zur Sendung nachzulesen.
      Dann werden Sie auch zu einer anderen Erkenntnis kommen!

  • Ich habe den Beitrag nachträglich gesehen und kann dir nur zustimmen – da hat die Sendung wohl ihren eigentlichen Zweck total verfehlt.. Schade!

    Liebe Grüße
    Lizzy mit Emmely und Hazel

    Reply
  • Horst G.

    23/11/2016

    Hallo Frau Schmuddelfuss,

    danke dass Sie sich die Zeit genommen haben und Herrn Rütter diesen ausführlichen Bericht zukomen haben lassen.

    Leider wird es nichts bewirken – denn auch ein Herr Rütter lebt nun mal von der Einschaltquote.
    Traurig aber wahr.

    Leider wird es nie einen wirklich objektiven Bericht zur Qualzucht geben da so ein Bericht immer reisserisch gemacht werden muss um die Breite Masse zu erreichen. ein objektiver Bericht würde maximal Züchter und wirklich an den Tieren Interessierte erreichen!

    Und da haben wir doch schon das nächste Problem. Die Leute interessieren sich doch gar nicht wirklich für die Tiere – ansonsten würden Sie sich vorab vernünftig informieren – und es gäbe gar keinen mafiösen Welpenhandel da keine Nachfrage wäre.

    Wir haben auch einen CKCS, Rüden jetzt 4 Jahre alt und GsD Gesund. Wir haben aber auch intensiv nach dem richtigen Züchter gesucht. Mit richtig meine ich – ein Züchter der unsere gestellten Kriterien erfüllte.
    Die Kriterien ergeben sich von selbst wenn man sich mit der Rasse beschäftigt und nicht einfach – ach ist der süß schreit und zum nächsten Welpenhändler geht!

    MfG
    H. G.

    Reply
  • Heidi Schmitt

    23/11/2016

    Lieber Herr G.,
    warum sollte ich Facebook-Kommentare lesen, um eine TV-Sendung zu beurteilen??
    Viele Grüße
    Heidi Schmitt

    Reply
  • Petra Albrecht

    23/11/2016

    Sehr guter Gegen-Bericht, vielen Dank.
    Wir haben seit 1994 Cavaliere & haben unseren ersten Wurf im Jahr 2001 aufgezogen. Unsere erstgeborene Hündin aus diesem A-Wurf wurde 14 Jahre & 10 Monate alt. Leider ist sie im Mai über die Regenbogenbrücke gegangen. Angel hatte ein leichtes nicht behandlungsbedürftiges Altersherz. Aber daran ist sie nicht verstorben. Sie war nie ernsthaft krank. Mit uns leben einige Cavalierdamen und auch für uns ist es DIE Rasse, welche wir lieben und mit viel Fürsorge auf die Gesundheit züchten. Zur Zeit liegt unser 16 Tage alter Z-Wurf im Nest.

    Reply
  • Keller-Backmann,Simone

    23/11/2016

    Hallo, ich habe einen cavalier tricolor. Ist mit 4 Jahren kastriert. Hat das Cavalierssyndrom seit er 5 Jahre ist. Bekommt Medikamente für sein Herz und abgewogen Futter.seit gut Einen jahr wiegt er 8,5 kg. September 2016 ist mein cavalier 11 Jahre geworden.

    Reply
  • Alina

    26/01/2017

    Hallo Jana

    Habe gerade deinen Beitrag gelesen und finde ihn wirklich sehr gelungen!
    Ich habe zwar den Beitrag von Herrn Rütter nicht gesehen, aber nach deinen Schilderungen kann ich dir nur zustimmen.
    Hast du den Beitrag mal versucht an Rütter weiterzuleiten? Vielleicht liest er ihn sich ja wirklich durch und gibt ein Statement dazu ab – das wäre ja mal was. 🙂

    Liebe Grüße
    Alina

    Reply

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