Frau Schmuddelfuss ist ein Hundeblog, der hauptsächlich um die Cavalier King Charles Spaniel Dame Ivy handelt.

Der Hundetreff und die pöbelnde Frau Schmuddelfuss mit (fast) ohne Pöbeln

Manchmal habe ich Ideen, die ich in der nächsten Sekunde bereits bereue und mir denke „Jana, warum?!“… Manchmal stellt sich aber im Nachhinein heraus, dass diese Ideen gar nicht schlecht sondern sogar richtig gut waren. So erst wieder vor kurzem geschehen. Spontan nahmen Ivy und ich nämlich an einem Hundetreff teil. Ich kann beruhigen: Es gab keine Toten und Verletzten.

 

Die Pöbelmaus und die Spielstunde?

In dem kleinen Hundeverein, in dem Ivy und ich unser Unwesen treiben (und die Ohren der anderen Teilnehmer hin und wieder etwas strapazieren), wird regelmäßig ein Hundetreff veranstaltet. Hier knallen die Hunde nicht einfach aufeinander und „machen es schon unter sich aus“, während die Besitzer auf ihrem Handy daddeln oder ihren kleinen, panischen Dackel noch genervt zu dem stürmisch verspielten Labrador schieben, der vor Begeisterung gar nicht weiß wohin mit seiner ganzen Energie und den Zwerg gleich mehrfach überrennt.

Nein, so sieht das dort ganz und gar nicht aus! Dies ist eine Spielstunde, bei der der Sozialkontakt ganz kontrolliert stattfindet und von zwei geschulten Trainerinnen beaufsichtigt wird. Ich habe schon länger damit geliebäugelt solch eine Spielstunde mal mit Ivy zu testen und zu schauen, wie sie sich im Freilauf verhält. Aber irgendwie… Nunja, wenn ich ehrlich bin: Ich habe mich nicht getraut. Zum einen war ich mir nicht sicher, ob dies nicht vielleicht viel zu stressig für Ivy ist, zum anderen hatte ich aber Bedenken, wie sich der kleine Cavalier King Charles Spaniel wohl verhalten würde.

 

Versuch macht klug!

Aber wie heißt es? Versuch macht klug! Also fragte ich meine Trainerin, ob sie irgendeinen Maulkorb für Ivy empfehlen könnte – Safety first und so. Ich hatte schon einige getestet, aber irgendwie waren sie eher für Typ „Spitzmaus“ und nicht für Variante „Breitmaulfrosch“ konzipiert. Auch wenn ich meines kleines Monsterchen schon ziemlich gut einschätzen kann, so würde ich meine Hand nicht für sie ins Feuer legen bezüglich ihrer sozialen Kompetenzen.

Mein Plan war eigentlich, dass ich Ivy erst an den Maulkorb gewöhne und dann irgendwann, vielleicht in einigen Wochen, mal die Spielstunde teste. Was soll ich sagen? Es kam alles anders und so wurden wir bereits am nächsten Tag ins kalte Wasser geworfen und das ohne Maulkorb. Manchmal braucht man einfach einen kleinen Schubs. Und manchmal muss man seinem Hund einfach etwas mehr Vertrauen.

 

Ivy und ihre Definition von „Sozialkontakt“

Während an der Leine ordentlich randaliert wurde, sah die Welt ohne Leine schon ganz anders aus. Die anderen Hunde näherten sich, es wurde kurz geschnuppert und während die Truppe relativ schnell anfing zu toben und zu spielen, untersuchte Ivy lieber den Platz und kontrollierte, ob man vielleicht ein Mäuschen findet. Sie blieb stets in meiner Nähe und ging ich nach A, so folgte sie mir zügig. Zwischendurch lief sie zu zu einem der Zweibeiner und ließ sich etwas streicheln – man muss ja Prioritäten setzen und sich streicheln lassen ist natürlich viel besser als mit anderen Hunden zu spielen. Eventuell hat sie „Sozialkontakt“ einfach ein bisschen anders ausgelegt.

Nur einen kleinen Hund, den musste sie dann doch noch kurz etwas anranzen – immer auf die kleineren, schwächeren… Aber im großen und ganzen hat sie sich wirklich vorbildlich verhalten. Und tausendmal besser als ich erwartet hatte! Wir haben einfach etwas Abstand zu dem kleinen Hund gehalten, sodass Ivy auch gar kein Interesse hatte weiter zu pöbeln. Geht doch!

 

Müder Hund, stolzes Frauchen

Anschließend fiel Ivy müde in ihr Körbchen und verschwand prompt in das Reich der Träume. Die vielen Eindrücke mussten schließlich verarbeitet werden!

Und ich? Ich freute mich wie Bolle, war stolz wie Oskar und grinste wie ein Honigkuchenpferd. Hach, mein Hund ist toll!


One Comments

  • Judith

    20/03/2017

    Das klingt doch echt nach Erfolg! Sehr schön!! 🙂
    Rumo war auch immer eher auf die Menschen fixiert in der Welpenstunde als auf die Hunde. Die hätte er nicht gebraucht *lach*
    Haben immer gewitzelt dass er eher einen Menschenplatz braucht als einen Hundeplatz 😉

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