Urlaub – mit oder ohne Hund?

Die Urlaubssaison ist im vollen Gange und jeder Hundebesitzer steht wieder vor der Frage: „Urlaub – mit oder ohne Hund?“ Und genau mit dieser Frage beschäftigt sich auch die aktuelle miDoggy Parade. Ich möchte euch heute also verraten, wie das bei uns aussieht. Vorweg: Ivy und ich verreisen zusammen – doch anders als ich es mir früher vorgestellt habe.

 

Gemeinsam die Welt entdecken – so war die Vorstellung

Als feststand, dass das kleine Cavalier Mädchen demnächst bei mir einzieht, hatte ich mir das alles so wunderschön ausgemalt. Ich hab mir vorgestellt, wie wir im Sommer am See liegen und gemeinsam Eis essen, Radtouren machen und die Abende gemütlich im Biergarten ausklingen lassen, ans Meer fahren und im Sand toben. In meiner Vorstellung begleitete mich Ivy überall hin und war stets an meiner Seite. Ich sah uns schon zusammen die Welt entdecken.

 

Doch was ist, wenn der Hund „verhaltensoriginell“ ist?

Und dann zog Ivy endlich bei mir ein und meine Bilderbuchvorstellung entpuppte sich als Seifenblase, die zerplatzte. Da bereits ein normaler Spaziergang purer Stress war, der so einige Nerven kostete und die ein oder andere Träne fließen ließ, war an einem Urlaub am Strand in der Sommerzeit mit etlichen anderen Menschen und Hunden gar nicht zu denken. Selbst ein gemütlicher Abend mit Freunden in der Eisdiele gemeinsam mit Ivy rückte in weite Ferne…

Für Ivy bedeutet sowas stets Stress. Ruhig sitzen ist für sie anstrengend, zwischen dem Menschengewusel findet sie nur schlecht Ruhe und bei anderen Hunden verliert sie teils komplett die Fassung.

Erholung und Entspannung – davon wären wir in den Sommermonaten an Orten, wo viel Trubel herrscht, weit entfernt. Es wäre ein einziger Spießroutenlauf – und das muss ich weder ihr noch mir zumuten. Also war es das mit dem Plan, gemeinsam die Welt zu entdecken, oder?

 

Plötzlich hieß es umplanen, doch nur weil es anders ist, ist es nicht schlecht

Nachdem meine idyllische Vorstellung mal absolut rein gar nichts mit der Realität zu tun hatte, hieß es: Kompromisse finden! Umdenken und umplanen. Doch wer will, der kann. Und für jedes Problem gibt es eine Lösung.

Urlaub mit Hund – Im Mai 2015 ging es für Ivy und mich nach Neßmersiel.

Unsere Lösung heißt, dass wir einmal im Jahr für ein verlängertes Wochenende ans Meer fahren und zwar dann, wenn alle anderen bereits wieder abgereist sind. Dann, wenn sich der Trubel in Grenzen hält. Dann, wenn man zum Beispiel in Grömitz die kompletten Strandabschnitte mit Hund nutzen darf und somit anderen Vierbeinern wunderbar aus dem Weg gehen kann. Dann, wenn es für uns keinen Stress, sondern wirklich Erholung bedeutet.

Aber auch dann, wenn man eher Regenjacke, Gummistiefel und Winterpullis statt Bikini und Sonnencreme einpacken sollte. Doch wie heißt es so schön? Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung.

 

Gemeinsam erobern wir die Strände

Zugegeben, wir werden wohl nicht gemeinsam um die Welt reisen. Aber wir entdecken die unterschiedlichsten Strände und das zusammen!

Im ersten Jahr erkundeten wir im Mai die Nordsee und verbrachten einige Tage in Neßmersiel. Das Jahr darauf verschlug es uns im Oktober nach Grömitz, wo wir uns den Wind um die Nase wehen ließen und die weitläufigen Strandabschnitte voll und ganz für lange Spaziergänge nutzten. Und in diesem Jahr? In diesem Jahr geht es für Ivy und mich Ende Oktober nach Holland! Um genau zu sein nach Texel.

Höchstwahrscheinlich bleibt es übrigens nicht allein nur dabei, sondern wir packen im Herbst gleich öfters unsere Koffer. Wo es uns zusammen noch hin verschlägt? Ihr dürft gespannt sein.

Urlaub mit Hund – Ivy in den Dünen von Grömitz im Oktober 2016

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